Sonntag, 27. Mai 2012

The Phantom Piper

Christian Grammel, Theatherwissenschaftler und Piper, hat 2009 (glaub ich) ein Projekt ins Leben gerufen mit dem Namen "The Phantom Piper of Corrieyairack", benannt nach dem gleichnamigen Piobaireachd. Es handelt sich um ein Bühnenstück (dauer ca. 45 Min.) in dem die schottische Dudelsack-"Tradition" aufgebrochen wird und die damit verbundenen Klischeesausradiert werden. Auf sehr minimalistische Weise wird dargeboten, dass es sich bei der Great Highland Bagpipe nichts weiter als um ein Instrument handelt mit bestimmten Charakteristiken, die in diesem Stück besonders hervorgehoben werden und mit denen gespielt wird.


Am 05.10.2012 findet im Rahmen des Tonlagen Festivals in Dresden zwei weitere Aufführungen dieses Stückes statt. Nach der Anfrage von Christian, der händeringend einen Spieler für diese Performance suchte (bisher hat er den Part selbst übernommen), habe ich mich bereit erklärt, diesen Part zu übernehmen.

Es verspricht ein interessantes Projekt zu werden mit zwei sehr interessanten Experimental-Stücken: Zum einen ein Arrangement von John Cages "Variation 1" und "Traversing Mad-Hatten" von einem amerikanischen Piper Namens Mathew T. Welch, welches in keiner klaren Zeitsignatur steht und ähnlich dem Piobaireachd in Phrasen notiert ist, die in einer vorgegebenen Reihenfolge zu spielen sind.

Aus der Beschreibung:

"- ein szenisches Konzert mit Dudelsack
Thank God there is no odor...“ (Oscar Wilde)
 Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Bildern im Kopf des Zuschauers und der Wahrnehmung von Musik? the phantom piper of corrieyairack schlägt musikalisch eine Brücke zwischen dem klassischen Repertoire des schottischen Dudelsacks und zeitgenössischen Klangexperimenten. Ausgehend von einer grundlegenden Kritik an der gegenwärtigen Aufführungspraxis der Dudelsackmusik untersucht Christian Grammel, Theaterwissenschaftler und einer der besten Bagpiper Deutschlands, zusammen mit Andreas Mihan die Möglichkeiten der szenischen Aufführung des in Stereotypen verhafteten Instrument."
Ein Ausschnitt aus der Aufführung gibt es hier zu sehe:

http://www.arture.eu/the%2Bphantom%2Bpiper%2Bof%2Bcorrieyairack%2C%2B17.03.2010%2Bin%2BHamburg%2C%2BFestival%2B150prozent%2Bmade%2Bin%2BHamburg,28819,event.html#jobs

Samstag, 26. Mai 2012

Pfeffrig

Die "Red Hot Chilli Pipers" gaben ein Konzert bei mir um die Ecke (Eppstein), und da ich die Karte umsonst bekommen habe, habe ich es mir nicht nehmen lassen, sie mir mal live anzuhören und ggf. mit all meinen Vorurteilen aufzuräumen, die ich gegenüber dieser Band habe. Auf CD kann man sie sich ja nicht anhören und generell ist es nicht mein Ding, was die machen. Aber live sind sie auf jeden Fall mal ne Karte wert. 


War ein schöner Abend auch mit anderen Bands aus der Folk-Szene: Otterflug




und Acoustic Revolution:


Samstag, 12. Mai 2012

Alte Musik

Heute fand der Workshop mit Bernhard Stilz in der Dudelsack-Akademie statt. Der Titel des WS: „Verzierungspraxis der Alten Musik“. Und es muss gesagt werden dieser WS war nicht nur wertvoll für die Mittelalter-Pfeifer, sondern auch für die Schotten-Pfeifer und generell alle Musiker.
Bernhard ist Dozent für Alte Musik ...am Dr. Hoch‘s Konservatorium in Frankfurt a.M. und ein sehr sympatischer Mensch, der mit viel Enthusiasmus durch den drei stündigen WS geführt hat.
Kernpunkt des WS war, kurz gefasst, der grundlegender Aufbau von Musik; wie man einfache Grundmelodien zu komplexen melodischen Gebilden wandelt.
In einfachen und leichtverständlichen Schritten erklärte und motivierte Bernhard die 6 Teilnehmer die Theorie, wie in der Renaissance Komponisten mit Melodien umgegangen sind, sofort praktisch auf den Instrumenten (Practice Chantern) umzusetzen. Für das Verständnis von Musik, das Musizieren und Komponieren ein unschätzbar wertvoller Workshop, der in naher Zukunft wiederholt bzw. fortgesetzt werden soll.

Samstag, 5. Mai 2012

Ja und?

Liest das hier überhaupt irgendwer?
Anyone reading this anyway?

Emails an/to: info@dudelsack-rheinmain.de

:)

Und er hier...

...sieht professionel aus, und so als ob er keinen Spaß hätte... klingt aber genau wie der Kollege unten.


Leider geil.

Ich wusste erst nicht, mag ich das oder nicht... Ich finds leider geil ;)


Sonntag, 29. April 2012

The Massacre of Glencoe

Das "Massacre of Glencoe" ist eine tragische Episode in der Geschichte Schottlands. Im Jahr 1692 metzelten Truppen des Königs, mit Hilfe des Campbell-Clans, die MacDonalds of Glencoe hinterrücks nieder nachdem sie wochenlang zuvor ihre Gastfreundschaft in Anspruch genommen haben. Unter ihnen Frauen und Kinder. Manche konnten fliehen wurden dann aber Opfer des harten Winters und erfroren in den Bergen. Der König wollte mit dieser Aktion den anderen rebellischen Hochland-Clans zeigen, was ihnen blüht, wenn sie sich nicht ihm unterwerfen. Die Tragödie an der ganzen Geschichte: Der Clan-Chief war bereit den Vertrag zu unterzeichnen, kam aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen und bürogratischem Irrsinn 5 Tage zu spät. Das Massaker löste große Empörung in der Bevölkerung aus. Seitdem ist das Tal auch bekannt unter dem Namen "Tal der Tränen". Als kein MacDonald mehr am Leben war, alle Häuser niedergebrannt waren und absolute Stille über das Tal zog, hörte man von weitem den Pfeifer der Campbells, der angeblich das Lied "The Glen is mine" spielte.
Diese dunkle Episode wurde kommemoriert in dem Stück "The Massacre of Glencoe" (Komponist unbekannt). In dem Video spiele ich nur den Ground. Als Vorlage diente mir die Campbell-Canntaireachd Version.

 

Sonntag, 22. April 2012

Scheiße...

Warum müssen die Betreiber solcher Seiten wie blogger.com immer in regelmäßigen Abständen zu kommen, die Bedienoberfläche zu ändern???!!!! Man findet sich nicht mehr zu recht. Vorher war doch alles super. Ich sehe hier keine Verbesserung oder leichtere Handhabung der Bedienung vom Blog. Zum Kotzen ist das doch!